Warum die Treibhausgasemissionen reduziert werden müssen

PALO ALTO – Im Herbst letzten Jahres veröffentlichte die britische Regierung einen bedeutsamen Bericht, der unter der Leitung von Sir Nicholas Stern, eines Ökonomen ersten Ranges, erstellt worden war. Der Stern-Report über die ökonomische Bewertung des Klimawandels ist im Endeffekt ein Aufruf, Maßnahmen zu ergreifen: Es wird argumentiert, dass die enormen zukünftigen Kosten der Erderwärmung durch einen relativ moderaten finanziellen Aufwand heute vermieden werden können.

Kritiker des Stern-Reports glauben nicht, dass einschneidende Maßnahmen zur Begrenzung von CO2-Emissionen gerechtfertigt sind, weil hinsichtlich der Kosten des globalen Klimawandels erhebliche Unsicherheiten bestehen, und weil diese Kosten erst in ferner Zukunft zu tragen wären. Ich glaube jedoch, dass die grundlegende Schlussfolgerung Sterns sehr wohl gerechtfertigt ist: Es wäre für uns viel besser, die CO2-Emissionen erheblich zu senken als uns dem Risiko der Folgen von Untätigkeit auszusetzen, selbst wenn man im Gegensatz zu Stern, Unsicherheit und Zukunft stark diskontiert.

Der Klimawandel unterscheidet sich in zweierlei Hinsicht von anderen Umweltproblemen. Erstens: Während die meisten Umweltschäden – wie beispielsweise Wasserverschmutzung, saurer Regen oder Schwefeldioxidemissionen – umgehend oder in ziemlich kurzer Zeit nach Beseitigung der Ursache behoben sind, bleiben CO2 und andere Spurengase über Jahrhunderte in der Atmosphäre. Die Reduktion der Emissionen heute ist daher für die Menschheit in ferner Zukunft von erheblichem Nutzen.

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