Forest and industrial field with pollution overhead

Von guten Absichten hin zur umfassenden Dekarbonisierung

NEW YORK – Im Vorfeld der Klimawandelkonferenz der Vereinten Nationen (COP21) in Paris haben mehr als 150 Regierungen Pläne vorgelegt, wie sie bis 2030 ihre Kohlenstoffemissionen reduzieren wollen. Viele Beobachter fragen, ob diese Reduktionen weit genug gehen. Aber es gibt eine noch eine wichtigere Frage: Wird der bis 2030 gewählte Weg dazu führen, dass die Treibhausgasemissionen später im Jahrhundert komplett zum Ende kommen?

Die Wissenschaftler stimmen darin überein, dass zur Stabilisierung des Klimas unsere Energiesysteme bis etwa 2070 vollständig dekarbonisiert und die Treibhausgasemissionen auf Null gesetzt werden müssen. Die G-7 haben erkannt, dass die Dekarbonisierung – das einzige sichere Mittel gegen den zerstörerischen Klimawandel – in diesem Jahrhundert das ultimative Ziel ist.. Und viele Staatschefs der G-20 und anderer Länder haben öffentlich ihre Absicht erklärt, diesem Weg zu folgen.

Noch verhandeln die Länder auf der COP21 aber nicht über Dekarbonisierung. Sie verhandeln über viel bescheidenere Schritte bis 2025 oder 2030, nämlich über beabsichtigte national bestimmte Beiträge (INDCs, Intended Nationally Determined Contributions). Der INDC der Vereinigten Staaten beispielsweise verpflichtet das Land dazu, bis 2025 die CO2-Emissionen im Vergleich zu 2005 um 26-28% zu reduzieren.

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