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Migration – Fakten und Fiktionen

LONDON – In vielen Ländern wird die aktuelle politische Debatte weiterhin durch Migration und Einwanderung dominiert. Und dies zu Recht: Das Thema hat Auswirkungen auf die Volkswirtschaften und Gesellschaften in aller Welt. Aber die öffentliche Meinung zu diesem entscheidenden Thema wird im Allgemeinen nicht durch Tatsachen bestimmt, sondern durch Emotionen. Dies führt dazu, dass es keinen offenen und effektiven Dialog über die Risiken – oder die vielen Vorteile – der Migration gibt.

Insbesondere populistische Politiker waren nur zu bereit, die Migrationsdebatte durch aufgebauschte Zahlen und andere krasse Übertreibungen zu manipulieren, um die Ängste der Öffentlichkeit zu schüren. Eine solche aufwieglerische Rhetorik geht direkt auf Kosten der Einwanderer, und darunter leiden sogar diejenigen, die schon seit langem in ihrem neuen Land leben. In Großbritannien nahmen nach der Brexit-Volksabstimmung im Juni die gemeldeten Hassverbrechen gegen Einwanderer im Jahresvergleich um 42% zu.

Aber der Einfluss immigrationsfeindlicher Gefühle geht weit über Nationalgrenzen hinaus. Sollten die Länder durch die populistische Angstmacherei dazu gebracht werden, ausschließende und protektionistische Maßnahmen zu ergreifen, hätte dies für die globale Wirtschaft – und den Lebenserwerb von Millionen Menschen in aller Welt – katastrophale Folgen.

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