Wie werden die Wissenschaftler von morgen lernen?

Vor kurzem war ich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in zwei verschiedenen europäischen Städten bei wissenschaftlichen Veranstaltungen als Vortragende eingeladen. Bei der einen Veranstaltung handelte es sich um die offizielle Eröffnung des Science-Center Netzwerks in Wien, das bestehende dezentrale Initiativen zu einer interaktiven Ausstellung vernetzt, die als Wanderausstellung in ganz Österreich zu sehen sein soll. Die andere Veranstaltung war das Wissenschaftsfestival im italienischen Genua, eine junge, höchst erfolgreiche Initiative mit Ausstellungen und Vorträgen renommierter Gastredner, die überall in der historischen Stadt abgehalten wurden.

Was mir bei beiden Anlässen auffiel, war der beharrliche und offensichtlich erfolgreiche Versuch, diejenigen Zielgruppen anzusprechen, von denen die Zukunft der Wissenschaft und Technologie abhängen wird. Das sind zum einen die Teenager, die sich stark für alle neuen Technologien und die dazugehörigen Gerätschaften interessieren. Obwohl die jungen Menschen diese neuen Geräte bereits zu einem integralen Bestandteil ihres Lebens gemacht haben, bleibt ihre Beziehung zur Wissenschaft doch noch immer von Distanz geprägt. Bei der zweiten Zielgruppe handelt es sich um kleine Kinder, deren Offenheit und natürliche Neugier noch nicht durch formale Schulbildung erstickt wurde.

Diesen neuen Wissenschaftszentren und Wissenschaftsfestivals gelingt es, ihr potenzielles Zielpublikum anzusprechen, weil man einen neuen Weg des Lehrens und Lernens beschreitet. Man war erfolgreich bei der Schaffung eines großteils informellen Lernumfelds, das sich hauptsächlich auf interaktives Lernen konzentriert. Indem man Kinder animiert, Fragen zu stellen, denen in der Regelschule kein großer Raum gewidmet wird, werden sie dazu gebracht, den Forschungsprozess zu erfahren – der oftmals damit beginnt, die richtigen Fragen zu stellen.

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