Paul Lachine

Vom Winde verweht

KOPENHAGEN – Die Bemühungen, die globale Erwärmung aufzuhalten, haben weltweit zu einem starken Trend zum Ausbau erneuerbarer Energien geführt. So hat sich auch die Nutzung von Windturbinen im letzten Jahrzehnt verzehnfacht, und Windkraft wird oft als grüne Energie mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis angesehen. Laut Connie Hedegaard, der Kommissarin für Klimamaßnahmen der Europäischen Union, sollen “die Menschen glauben, dass [Windkraft] sehr, sehr billig ist.”

Diese Behauptung ist allerdings sehr problematisch. Windenergie ist zwar billiger als andere, weniger effiziente erneuerbare Energien, wie Solarenergie, Gezeitenkraft oder Biosprit, ist aber immer noch weit von der Wettbewerbsfähigkeit entfernt. Wäre sie wettbewerbsfähig, müssten wir keine derart hohen Summen für ihre Subventionierung ausgeben.

So ist beispielsweise in Großbritannien der Wind immer noch deutlich teurer als andere Energiequellen. Zieht man die neuesten Werte der dortigen Kosten für Elektrizitätserzeugung von 2010 zu Rate und betrachtet die Kosten je produzierter Kilowattstunde, ist Wind immer noch 20 bis 200% teurer als der günstigste fossile Energieträger. Und sogar das ist eine deutliche Untertreibung.

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