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Postkommunistische Lehren für die grüne Transformation

BRÜSSEL – Drei Jahrzehnte nach den Ereignissen, die zur Öffnung des Eisernen Vorhangs führten und die Integration Mittel-, Ost- und Südosteuropas in die Weltwirtschaft auslösten, stehen wir auf der Schwelle einer neuen historischen Wende. Diesmal jedoch wird sich die gesamte Welt verändern.

Wir sollten bei der Umstellung auf eine klimafreundliche, wirklich digitale Wirtschaft die Lehren des postkommunistischen Europas der 1990er Jahre beherzigen. Eine davon ist, dass sich fest in einer Gesellschaft verankerte Normen und Verhaltensmuster nicht über Nacht umkehren lassen. Veränderungen brauchen Zeit; daher ist es nie zu früh, den Prozess einzuleiten.

Eine zweite Lehre ist, dass der Verlauf der Transformation klippenreich sein wird. Wie die Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Systeme nach dem Kommunismus birgt der Übergang zu einer „netto emissionsfreien“ Gesellschaft die Gefahr einer Destabilisierung unseres Lebens und einer Vertiefung der gesellschaftlichen Ungleichheit.

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