columbian soldier Luis Acosta | Stringer via getty images

Friedensarbeit in Kolumbien

BOGOTÁ – Die Kolumbianer stehen kurz davor, den ältesten und einzig verbleibenden bewaffneten Konflikt in der westlichen Hemisphäre zu beenden. Nach mehr als fünf Jahre dauernden Verhandlungen mit der FARC (den „Revolutionären Streitkräften Kolumbiens“) lässt sich sagen, dass wir eine unumkehrbare Phase erreicht haben, die das Ende dieses mehr als 50 Jahre währenden, grausamen und kostspieligen Krieges einläutet.

Alle meine Vorgänger während der vergangenen fünf Jahrzehnte haben versucht, mit der FARC – der größten und ältesten je in Lateinamerika entstandenen Guerilla-Armee – Frieden zu schließen. Ohne Erfolg. Warum also hat sich dieser Friedensprozess als erfolgreich erwiesen?

In erster Linie war es ein gut geplanter und sorgfältig umgesetzter Prozess, der begann, als wir bestimmte Voraussetzungen erreicht hatten. Erstens mussten wir das militärische Kräfteverhältnis zugunsten des kolumbianischen Staates verändern. Zweitens mussten wir die Führung der FARC überzeugen, dass es in ihrem eigenen persönlichen Interesse läge, ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen, und dass sie ihre Ziele nie durch Gewalt und Guerilla-Krieg erreichen würden.

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