akhtar1_krisanapong detraphiphatGetty Images_moneyplantgrowthsustainability Krisanapong Detraphiphat/Getty Images

Warum wir Schulden-für-Klima-Swaps brauchen

ISLAMABAD – Uns droht eine globale Schuldenkrise. Bereits vor COVID-19 warnte der Internationale Währungsfonds vor der Schuldenlast der Entwicklungsländer und bemerkte, die Hälfte aller Länder geringen Einkommens sei „in großer Gefahr oder bereits in Schuldenproblemen“. Während sich die Wirtschaftskrise verschärft, erleben diese Länder starke Produktionseinbrüche – ausgerechnet in einer Zeit, in der die mit COVID-19 verbundenen Erleichterungs- und Wiederaufbaumaßnahmen eine massive Erhöhung der Ausgaben erfordern.

Laut der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung werden die Rückzahlungen der staatlichen Auslandsschulden die Entwicklungsländer allein in den Jahren 2020 und 2021 2,6 - 3,4 Billionen Dollar kosten. Marktanalysten rechnen deshalb damit, dass im nächsten Jahr fast 40% dieser Schulden in den Entwicklungs- und Schwellenländern von Ausfallrisiken betroffen sein könnten.

Schlimmer noch ist, dass die Maßnahmen gegen diese Schuldenkrise direkt mit den weltweiten Bemühungen zum Kampf gegen den Klimawandel, die Ungleichheit und andere eskalierende globale Krisen kollidieren könnten. Daher sollten wir kreativ darüber nachdenken, wie wir mehrere Ziele gleichzeitig erreichen können. Wir müssen uns nicht nur von der pandemiebedingten Krise erholen, sondern auch noch Billionen von Dollar mobilisieren, um einen Übergang zu einer finanziell stabileren, sozial inklusiveren kohlenstoffarmen Wirtschaft zu erreichen.

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