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tirole3_ Aytac UnalAnadolu AgencyGetty Images_siemens alstom merger Aytac Unal/Anadolu Agency/Getty Images

Politik muss in Europas Wettbewerbsentscheidungen außen vor bleiben

TOULOUSE – Die Entscheidung der Europäischen Kommission vom vergangenen Monat, die geplante Fusion der Zug-Sparten von Alstom und Siemens zu untersagen, war für die beiden Unternehmen eindeutig ein Schlag. Auch für die französische und die deutsche Regierung, die sich stark für den Zusammenschluss eingesetzt hatten, bedeutet es eine herbe Niederlage.

Verärgert über die Entscheidung wollen Frankreich und Deutschland nun die EU-Fusionsregeln neu formulieren und den Mitgliedstaaten mehr Mitspracherecht bei geplanten Zusammenschlüssen geben. Auch wenn ein solcher Ansatz verlockend erscheinen mag, wäre Europa gut beraten, die Implementierung der Wettbewerbspolitik nicht seinen Politikern zu überlassen.

Die Befürworter der Fusion zwischen Alstom und Siemens brachten vor, dass ein europäischer Champion für Hochgeschwindigkeitszüge geschaffen würde, der mit dem chinesischen Bahn-Riesen CRRC konkurrieren kann, der auf seinem großen, weitgehend abgeschotteten Heimatmarkt tätig ist und – den Unterstützern des Deals zufolge – seine Präsenz in Europa bald verstärken könnte. Doch diese Fusion war kein Selbstläufer, der die Eisenbahnindustrie der EU unweigerlich global wettbewerbsfähiger gemacht hätte. Schließlich dominieren Alstom und Siemens bereits ihre jeweiligen nationalen Märkte für Signalanlagen und Hochgeschwindigkeitszüge.

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