Was haben die Klimaaktivisten gelernt?

KOPENHAGEN – Die Befürworter drastischer Senkungen der CO2-Emissionen sprechen jetzt wesentlich seltener als früher über den Klimawandel. Nach dem Scheitern des Kopenhagener Klimagipfels im letzten Dezember und der Aufdeckung von Fehlern in der Arbeit des Weltklimarats der Vereinten Nationen haben Klimaaktivisten ihre Strategie geändert – unter anderem auch als Reaktion auf die wachsende Skepsis und das abnehmende Interesse der Öffentlichkeit.

Obwohl einige Aktivisten immer noch auf Panikmache bauen – z. B. den Start einer Anzeige, in der die Bombardierung aller dargestellt wird, die beim Beschließen von CO2-Senkungen zögern –, verwenden viele Aktivisten jetzt mehr Zeit darauf, die „Vorteile“ ihrer politischen Rezepte zu unterstreichen. Sie lassen sich nicht mehr über die bevorstehende Klimakatastrophe aus, sondern über die wirtschaftlichen Vorteile, die sich aus der Entscheidung für eine „grüne“ Wirtschaft ergeben.

Beispiele hierfür kann man auf der ganzen Welt finden, doch eines der besten ist mein Heimatland Dänemark, wo ein von der Regierung einberufener Ausschuss von Wissenschaftlern vor kurzem seine Vorschläge vorgelegt hat, wie das Land im Alleingang in 40 Jahren „frei von fossilen Brennstoffen“ werden kann. Das Ziel ist atemberaubend: Über 80 % der dänischen Energieversorgung stammen aus fossilen Brennstoffen, die ungemein viel billiger und verlässlicher als jede grüne Energiequelle sind.

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