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Wie der Klimaschutz durch Lagermentalität bedroht wird

HONG KONG – Zwei globale Kämpfe – der zweite Kalte Krieg und der Kampf gegen den Klimawandel – prallen aufeinander. Mit der Vereinbarung eines virtuellen Gipfeltreffens noch in diesem Jahr signalisieren US-Präsident Joe Biden und der chinesische Präsident Xi Jinping, dass sie eine Verschlechterung ihrer Beziehungen auf ein Niveau, bei dem eine Fehleinschätzung zu einem bewaffneten Konflikt führen könnte, verhindern wollen. Die jüngsten Spannungen in der Straße von Taiwan haben dieses Risiko deutlich gemacht. Biden und Xi müssen aber auch sicherstellen, dass die Zusammenarbeit bei der existenziellen Bedrohung durch den Klimawandel durch ihren Wettbewerb der Großmächte nicht behindert wird.

Für die Vereinigten Staaten und China ist die bevorstehende Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP26) in Glasgow eine gute Gelegenheit, ihr Engagement für die Bekämpfung dieser Bedrohung unter Beweis zu stellen. Es gibt Grund zur Hoffnung. Seit 2015, als auf der COP21 das Pariser Klimaabkommen verabschiedet wurde, sind die Gefahren der globalen Erwärmung unübersehbar geworden, denn es gab fünf der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.

Außerdem haben sich sowohl die USA als auch China ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Selbst der Unternehmenssektor scheint die Risiken der Untätigkeit erkannt zu haben – und auch die Chancen, die der grüne Wandel bietet. Allein China muss möglicherweise bis zu 47 Billionen Dollar ausgeben, um sein Ziel zu erreichen, bis 2060 kohlenstoffneutral zu werden. Das ist eine Menge an Investitionen, die in Unternehmen, die innovative Lösungen anbieten, fließen könnten.

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