NYC cargo ship Roberto Machado Noa/Getty Images

Trumps Steuerplan und der Dollar

CAMBRIDGE – Nun, da Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt ist und die Republikaner beide Häuser des Kongresses kontrollieren, wird es in Amerika eine Reform der Körperschaftssteuer geben. Das aktuell diskutierte Paket umfasst zwei wichtige Bestandteile: eine Senkung des Steuersatzes von derzeit 35% auf 20% oder sogar 15% und eine „Grenzausgleichsabgabe“, die für ein Mehrwertsteuersystem typisch, für die Unternehmensbesteuerung jedoch ungewöhnlich ist.

Eine Grenzausgleichsabgabe würde im Inland erworbene und importierte Produktionsressourcen unterschiedlich behandeln und Exporte begünstigen. Die Unternehmen wären nicht länger in der Lage, die Kosten für importierte Produktionsressourcen von ihrem steuerbaren Einkommen abzuziehen; zugleich jedoch würden ihre Umsatzerlöse aus dem Export nicht besteuert.

Der Vorschlag hat eine intensive Debatte darüber ausgelöst, ob sich so die US-Handelsbilanz verbessern lässt. Als Verfasser einer eigenen Arbeit über „fiskalische Abwertungen“ sind wir der Ansicht, dass eine Grenzausgleichsabgabe nur minimale Erfolgsaussichten hätte und Amerikas Netto-Auslandsvermögensposition spürbar schwächen könnte.

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