amico6_Abdo Essam EyeEm Getty Images_chessboard Abdo Essam/EyeEm/Getty Images

Wie sich die Konzentration des Eigentums abspielt, und warum sie wichtig ist

DUBAI – Wäre die Weltwirtschaft ein Schachspiel, stünden heute kaum noch Figuren auf dem Brett. Die meisten wären zu Zuschauern degradiert, die eine Konzentration der Macht in den Händen einer stetig schrumpfenden Zahl von Global Players beobachten. Und jetzt stelle man sich vor, dass die noch verbliebenen Schachfiguren Unternehmen sind und die Zahl ihrer letztlichen, das Sagen habenden Eigentümer weiter abnimmt. Diese Analogie charakterisiert die heutige Weltwirtschaft in grundlegender Weise.

Die die 1990er Jahre kennzeichnende Globalisierung hat die Macht multinationaler Konzerne explodieren lassen und diese in die Lage versetzt, die lokale Konkurrenz in kleineren Märkten zu vernichten. Mit dem Aufkommen der Internetwirtschaft ein Jahrzehnt später steigerten Online-Vertrieb und Netzwerkeffekte die Unternehmenskonzentration weiter und ließen Giganten wie Amazon, Google, Airbnb und Facebook entstehen.

Heute wird die Konzentration beim Unternehmenseigentum durch neue Faktoren gefördert, die letztlich eine systemische Bedrohung für die Weltwirtschaft darstellen könnten. Einer der wichtigsten ist der Niedergang der Aktienmärkte in den entwickelten Volkswirtschaften: Die Zahl der Unternehmen, die darauf zugreifen, hat sich während des vergangenen Jahrzehnts halbiert. In den meisten Märkten außerhalb Asiens gehen neue Unternehmen nicht an die Börse; in Reaktion auf größere Compliance- und Regulierungsanforderungen ziehen sich im Gegenteil einige von den Börsen zurück.

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