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Die gesundheitspolitische Herausforderung für Metropolen in Schwellenländern

OXFORD – Die Schwellenländer – Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Russland, die Türkei und etwa 15 andere Länder in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika – stellen einen schnell wachsenden Anteil der Weltbevölkerung und globalen Wirtschaft. Ihre Regierungen stehen gegenwärtig allerdings vor einer der großen Herausforderungen des einundzwanzigsten Jahrhunderts: Die Entwicklung von Lösungen für das Gesundheitswesen, die der Geschwindigkeit und dem Ausmaß der Urbanisierung gerecht werden.

Die vier größten Schwellenländer machen über 40% der Weltbevölkerung aus und weisen ein gemeinsames BIP in Höhe von beinahe 9 Billionen Dollar auf. Es wird erwartet, dass ihre Volkswirtschaften die der G7 bis zum Jahr 2030 überholen und dass Brasilien, China, Indien, Mexiko und Russland bis zum Jahr 2050 zusammen mit den USA die dominierenden Volkswirtschaften der Welt sein werden.

Heute müssen die Städte in diesen Ländern allerdings mit wirtschaftlichen und sozialen Problem fertig werden, die akuter und drängender sind und sich in einer ganz anderen Größenordnung bewegen als jene, denen sich europäische und amerikanische Städte im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert gegenüber sahen.

Eine wichtige Herausforderung besteht darin, die Folgen des explosiven urbanen Bevölkerungswachstums zu bewältigen. Über die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heutzutage in Städten. Die Stadt Karatschi in meinem Heimatland Pakistan wächst pro Tag um 1.000 Einwohner.