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Die Vorteile von chinesischen Direktinvestitionen

BERKELEY – In einem seltenen Akt der parteiübergreifenden Zusammenarbeit hat der Kongress der Vereinigten Staaten vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, das mehr ausländische Direktinvestitionen (foreign direct investiment, FDI) in die USA stimulieren soll. Demokraten und Republikaner sind sich einig, dass FDI, oder „Insourcing“, wichtig für die Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit der USA ist. Sie haben recht.

Doch obwohl sie neue Maßnahmen vorschlagen, um ausländische Investoren zu hofieren, haben viele Kongressmitglieder beider Parteien große Bedenken gegenüber FDI aus China, sowohl aus Gründen der nationalen Sicherheit als auch aus wirtschaftlichen Gründen. Diese Bedenken sind ungerechtfertigt, und eine diskriminierende Politik zur Beschränkung solcher Investitionen ist unklug.

Die US-Regierung verfügt bereits über angemessene Kontrollen, um FDI aus allen Ländern, auch aus China, zu überprüfen und zu blockieren, falls die Investitionen Risiken für den Wettbewerb oder die nationale Sicherheit bergen. Investitionen, die diese Kontrollen bestehen, kommen der US-Wirtschaft auf zahlreichen Wegen zugute und sollten willkommen sein.

In den USA sind Firmen in ausländischem Besitz verantwortlich für 5 % der Beschäftigung im Privatsektor, 17 % der Arbeitsplätze in der Produktion, 21 % der Exporte, 14 % der Forschung und Entwicklung und 17 % der Körperschaftssteuer. In Anerkennung des bedeutsamen Beitrags ausländischer Direktinvestition zur US-Wirtschaft unterstützte Präsident Barack Obamas Council on Jobs and Competitiveness (Rat für Arbeitsplätze und Wettbewerb) das neue Regierungsprogramm „Select USA“, mit dem die Anstrengungen der Regierung zur Förderung von FDI koordiniert werden.