Apu Gomez/Getty Images

Schrödingers Immigrant

PRAG – Wenn mittel- und osteuropäische Politiker zu erklären versuchen, warum sie keine Flüchtlinge aufnehmen wollen, neigen sie dazu, einander zu widersprechen. Einige beharren darauf, dass Flüchtlinge den Einheimischen Arbeitsplätze wegnehmen, was impliziert, das Flüchtlinge hart arbeiten; andere beschweren sich, dass Flüchtlinge sich auf Sozialleistungen verlassen, was suggeriert, dass sie nicht genug arbeiten.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán etwa argumentiert Ersteres. Zwischen 2015 und 2016 hat seine Regierung mehr als 50 Millionen Euro für einwandererfeindliche Werbung ausgegeben, darunter für Plakatwandwerbung, die Flüchtlinge warnt, nicht die Arbeitsplätze der Einheimischen anzunehmen.

Dagegen stellen tschechische Politiker wie der frühere stellvertretende Ministerpräsident Andrej Babiš, Innenminister Milan Chovanec und Ex-Präsident Václav Klaus Flüchtlinge und Migranten als Schmarotzer dar, die es auf die großzügigen Sozialleistungen abgesehen haben. Und laut dem derzeitigen tschechischen Präsidenten Miloš Zeman kann man diese Sozialschmarotzer alle in einer einzigen Kategorie bündeln: „Muslime“.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To access our archive, please log in or register now and read two articles from our archive every month for free. For unlimited access to our archive, as well as to the unrivaled analysis of PS On Point, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/BrxxCz6/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.