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Regeln für eine sparsame Supermacht

WASHINGTON, D.C.: Die amerikanische Außenpolitik dürfte den Gürtel in Kürze erheblich enger schnallen müssen. Die zunehmenden Kosten für die Bedienung der wachsenden Staatsschuld in Verbindung mit den durch das Ausscheiden der 78 Millionen Menschen umfassenden Baby-Boom-Generation aus dem Berufsleben bedingten, steil in die Höhe schießenden Kosten für Social Security und Medicare werden für die außenpolitischen Initiativen Amerikas weniger Geld übrig lassen.

Wie in meinem neuen Buch, The Frugal Superpower: America’s Global Leadership in a Cash-Strapped Era, erläutert, wird die Last, die diese Verpflichtungen den Amerikanern in Form höherer Schulden und gekürzter staatlicher Leistungen auferlegen, die öffentliche Unterstützung für jene expansive internationale Rolle, die die USA seit dem Zweiten Weltkrieg gespielt haben, schwinden lassen.

Dies wird die Welt verändern, und nicht zum Besseren. Die amerikanische Außenpolitik hat trotz all ihrer Mängel die politische Stabilität überall auf der Welt gestützt. Wie also sollten die USA ihr weltweites Handeln anpassen, um den durch ihre beschränkten Umstände bedingten Schaden in Bezug auf die globale Sicherheit zu minimieren? Hier sind drei Regeln für eine sparsame Supermacht.

Regel Nr. 1: Kein Nationbuilding mehr