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Das Argument für ein Durchwursteln durch den Brexit

SANTA BARBARA – Die Märkte sind derzeit von Panik ergriffen: Aktien und Anleihen fallen, das Pfund Sterling markiert neue Tiefststände, Ängste über eine Rezession sind allgegenwärtig – und das alles, weil eine knappe Mehrheit der Wähler im Vereinigten Königreich entschieden hat, dass das Land aus der Europäischen Union austreten solle.

Die britische Öffentlichkeit hat gesprochen; die Würfel sind gefallen. Die neue britische Premierministerin Theresa May wird unter Bezug auf Artikel 50 des Vertrags von Lissabon den Austritt beantragen müssen. Innerhalb von zwei Jahren dann wird Großbritannien offiziell aus der EU ausgeschieden sein, ob es einem nun gefällt oder nicht.

Doch ist all die Angst an den Märkten berechtigt? Man könnte argumentieren, dass die Aussichten deutlich weniger düster sind als den meisten Menschen bewusst ist. Mein Ratschlag ist, tief durchzuatmen und eine langfristige Perspektive einzunehmen, denn diese Geschichte ist noch lange nicht vorbei. Es könnte sein, dass das Ende sich als überraschend harmlos erweist und, ironischerweise, nicht viel anders aussieht als das, was wir heute haben.

Die Herausforderungen sind offensichtlich. Die knappe Mehrheit für „Leave“ legt nahe, dass viele Menschen in Großbritannien die Idee eines „Brexit“ nach wie vor aus tiefstem Inneren ablehnen.