Umdenken bei den Geschäftsmodellen der Pharmaindustrie

ZÜRICH – Die gesundheitlichen Bedürfnisse unserer Welt sind dabei, sich drastisch zu verändern. Demografische Trends, sich wandelnde Erkrankungsmuster und knappe öffentliche Kassen erlegen den Gesundheitssystemen neue Belastungen auf. Die neuen Anforderungen sind weder in den entwickelten Ländern noch in den Entwicklungsländern erfüllbar, wenn die Gesundheitsversorgung weiterhin so betrieben wird wie bisher. Wir brauchen neue Geschäftsmodelle, die die Risiken streuen, Gesundheit ganzheitlicher betrachten und die Bedürfnisse der ärmsten Menschen weltweit ansprechen.

Von den demografischen Veränderungen gehen erhebliche Herausforderungen für die langfristige Gesundheitsplanung vieler Länder aus. Bis 2050 wird die Anzahl der Menschen über 60 weltweit die Anzahl der Kinder unter 15 Jahren übersteigen. Zudem werden während der nächsten zwei Jahrzehnte weitere drei Milliarden Menschen in die globale Mittelschicht aufsteigen, was die Art von Gesundheitsproblemen, mit denen die Länder zu tun haben, und die Art der Finanzierung des Gesundheitswesens verändern wird.

Zugleich sind nicht übertragbare Erkrankungen wie Krebs, Herzerkrankungen und Diabetes auf dem Vormarsch, während früher tödliche Krankheiten wie HIV/AIDS heute besser behandelt werden können und als chronische Erkrankungen gelten.

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