pei53_Anthony KwanGetty Images_hong kong protest Anthony Kwan/Getty Images

Eine Tiananmen-Lösung in Hongkong?

WASHINGTON, DC – Die Krise in Hongkong scheint einen katastrophalen Höhepunkt zu erreichen. Jetzt, wo die chinesische Regierung eine ähnliche Rhetorik verwendet wir vor dem Massaker auf dem Tiananmen-Platz im Juni 1989, könnten Hongkongs Demonstranten für Demokratie – und in der Tat die dortige Demokratie selbst – in ernste Gefahr geraten.

Die Proteste in Hongkong dauern nun schon über zwei Monate an. Ausgelöst wurden sie durch einen Gesetzesvorschlag, der die Auslieferung von Kriminellen an Festlandchina vorsieht. Seitdem haben sich die Forderungen dahingehend ausgeweitet, die Demokratie des halbautonomen Territoriums zu schützen – oder gar wiederherzustellen. Dazu gehört auch der Ruf danach, die Vertrauenswürdigkeit des Staates (und insbesondere seiner Polizei) zu stärken.

Während die Unruhen weitergehen, verliert die chinesische Regierung immer mehr die Geduld – und ihre Warnungen werden immer bedrohlicher. Die Garnison der Volksbefreiungsarmee in Hongkong ist laut Aussage ihres Kommandanten Chen Daoxiang „entschlossen, die nationale Souveränität, Sicherheit, Stabilität und den Wohlstand von Hongkong zu schützen“. Um dies zu bekräftigen, wurde zeitgleich ein Video veröffentlicht, das Offiziere des chinesischen Militärs in Aktion zeigt.

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