eafriedman1_Kazi Salahuddin RazuNurPhoto via Getty Images_mother child doctor Kazi Salahuddin Razu/NurPhoto via Getty Images

Gesundheitliche Gerechtigkeit

WASHINGTON – 2015 hat sich die Welt verpflichtet, die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG) - eine umfassende Agenda, die praktisch alle Aspekte der Entwicklung abdeckt - bis 2030 zu erreichen. Aber die Welt hat noch nicht den bewussten, systematischen und integrativen Ansatz gewählt, der notwendig ist, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen, die Milliarden von Menschen daran hindern, ein langes und gesundes Leben zu führen.

Der Bericht der Vereinten Nationen über die Fortschritte bei der Verwirklichung der SDGs im vergangenen Jahr zeigte, dass die Zahl der Hungernden und die Zahl der Malariafälle tatsächlich zunimmt. Darüber hinaus treten nach Angaben des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen die Folgen des Klimawandels viel schneller auf als erwartet. Die Ärmsten und Schwächsten der Welt werden überproportional betroffen sein.

So kann das im SDG-Rahmen, der Agenda für nachhaltige Entwicklung von 2030, enthaltene Versprechen, „niemanden zurückzulassen” nicht eingelöst werden. Aber es ist auch keine Überraschung. Die Welt hat überschaubare Anstrengungen unternommen, um Ungleichheiten zu beseitigen, auch im Gesundheitsbereich. Der Vorläufer der SDG, die Millenniumsentwicklungsziele, brachte für viele Länder eine bescheidene Verbesserung der gesundheitlichen Gerechtigkeit, aber in einer erheblichen Minderheit von Ländern fielen ärmere Bevölkerungsgruppen noch weiter zurück.

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