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Entwicklung beginnt im eigenen Land

PEKING – Das achte dreijährlich stattfindende Forum für chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit (FOCAC) ging jüngst in der senegalischen Hauptstadt Dakar über die Bühne. Auf den vergangenen Veranstaltungen des Forums hat China umfassende Pakete im Bereich Entwicklungsfinanzierung angekündigt. Dieses Jahr allerdings eröffnete der chinesische Präsident Xi Jinping das Forum mit der Zusage, Afrika eine weitere Milliarde Covid-19-Impfdosen zur Verfügung zu stellen sowie für höhere Kapitalinvestitionen des Privatsektors in Afrika zu sorgen. Das ist nur ein Zeichen dafür, wie tiefgreifend sich das Thema Entwicklung im Gefolge der Pandemie verändert hat.

Durch die Covid-19-Krise sind politische Entscheidungsträger und Fachleute im Entwicklungsbereich weltweit gezwungen, sich neu zu formieren und ihre Ansätze zu überdenken. Ständig neue Virusvarianten und die immer deutlicher werdenden Folgen des Klimawandels führen uns vor Augen, wie wenig Kontrolle der Mensch über die Natur hat. Und Reisebeschränkungen sowie Störungen im Handel lassen die Risiken der globalen Verflechtungen deutlich zu Tage treten.

Dies bringt uns zur ersten entscheidenden Lehre aus der Pandemie: Entwicklung beginnt im eigenen Land. Anstatt von grenzüberschreitenden Waren- und Finanzströmen abhängig zu sein, müssen die Länder ihren eigenen Wohlstand – also die innerhalb ihrer eigenen Grenzen vorhandenen Kapazitäten und Vermögenswerte -  erkennen und aufbauen.

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