David Cameron, Prime Minister of Great Britain Tolga Akmen/London News Pictures via ZUMA Wire

Neville Cameron?

LONDON – Die europäische Frage ist der Sensenmann der britischen Politik – sie spaltet Parteien, schwächt Regierungen und zerstört Karrieren. Doch in der Auseinandersetzung mit dieser Frage hat noch nie mehr auf dem Spiel gestanden. Die Entscheidung von Premierminister David Cameron, – möglicherweise schon im Juni – ein Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union abzuhalten, könnte seine Regierung zu Fall bringen, seine politische Partei zerstören und sein Land buchstäblich auseinanderreißen.

Cameron setzt sich mit aller Kraft dafür ein, die Bedingungen einer Mitgliedschaft neu auszuhandeln, um die Wähler davon zu überzeugen sich für den Verbleib in der EU zu entscheiden. Aber Referenden sind bekanntermaßen unvorhersehbar. Und es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass die Britischen Inseln von den dunklen Wolken des Populismus, die über den Kontinent hinwegziehen, verschont bleiben werden.

Eine Entscheidung die EU zu verlassen würde wie ein Vorschlaghammer auf die britische Wirtschaft niedergehen und das internationale Ansehen des Landes deutlich schmälern. Eine weitaus schlimmere Folge wäre ein Auseinanderbrechen des Vereinigten Königreichs. Die Schottische Nationalpartei (SNP) hat angedroht, ein zweites Unabhängigkeitsreferendum durchzuführen, falls sich die britischen Wähler für einen Austritt aus der EU entscheiden sollten. Auf diese Weise, so die Führung der SNP, könnte ein unabhängiges Schottland Teil Europas bleiben, auch wenn England, Wales und Nordirland eigene Wege beschreiten.

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