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Ewige Schulden

„Alles… alles ändert sich." So lautet Refrain eines berühmten argentinischen Liedes. Aber in Wirklichkeit bleibt in Argentinien alles beim Alten oder wird noch schlimmer.

Herakliths Warnung, nicht zweimal in denselben Fluss zu steigen, stößt bei unseren Wirtschaftsministern auf taube Ohren. Sie bestehen darauf, regelmäßig in verseuchte Gewässer zu steigen. Und wenn sie das tun, folgen sie immer dem gleichen Muster. Zuerst äußert man Bedenken darüber, was passieren wird, wenn Argentinien seine Auslandsschulden zurückzahlt. Anschließend werden die Schulden notgedrungen unter dem starken Druck des Internationalen Währungsfonds und der USA doch bezahlt.

Manchmal folgen argentinische Unterhändler den Forderungen internationaler Anleihebesitzer, die die Regierung drangsalieren, etwas zurückzuzahlen, was nicht zurückgezahlt werden kann. Indem man dieses Spielchen endlos weiterspielt, verschieben unsere Minister etwas auf morgen, wofür ihnen heute der Mut fehlt und das in vollem Bewusstsein darum, dass diese List für die Argentinier tragisch enden wird.

Der scharfsinnige Historiker und Politiker Arturo Jauretche drückte es so aus: „Es geht nicht darum, das Halsband zu wechseln, sondern darum, aufzuhören ein Hund zu sein". Seine Kollegen allerdings sind davon nicht überzeugt und haben sich offenbar damit abgefunden, keine Alternative zu dem neoliberalen Steuermodell zu finden, um die Auslandsschulden zu bezahlen. Sie glauben wir wären zum Untergang verdammt, wenn wir nicht die Regeln der Mächtigen dieser Welt akzeptieren.