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Wird das Coronavirus eine globale Rezession auslösen?

CAMBRIDGE – Zu Beginn dieses Jahres schien es für die Weltwirtschaft gut auszusehen. Zwar hatte sich das Wachstum gegenüber 2019 in den USA von 2,9% auf 2,3% und weltweit von 3,6% auf 2,9% leicht verlangsamt. Aber eine Rezession hatte es nicht gegeben, und noch im Januar ging die Prognose des Internationalen Währungsfonds für 2020 von einer globalen Wachstumserholung aus. Das neue Coronavirus COVID-19 hat all dies verändert.

Frühe Prognosen über die wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 waren beruhigend. Ähnliche Epidemien – wie der Ausbruch des schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS), eines weiteren aus China stammenden Coronavirus, im Jahre 2003 – hatten weltweit kaum Schaden angerichtet. Auf Landesebene litt das BIP-Wachstum, aber es erholte sich rasch, da die Verbraucher zurückgestellte Ausgaben nachholten und die Unternehmen eiligst ihre Lieferrückstände erfüllten und ihre Lager wieder auffüllten.

Es wird jedoch zunehmend deutlich, dass dieses neue Coronavirus viel mehr Schaden anrichten dürfte als SARS. Nicht nur hat COVID-19 bereits mehr Todesfälle verursacht als sein Vorgänger; seine wirtschaftlichen Folgen dürften zudem durch ungünstige Umstände – angefangen bei Chinas zunehmender wirtschaftlicher Anfälligkeit – verstärkt werden.

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