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​President Franklin D. Roosevelt​ signs the Gold Bill (also known as the Dollar Devaluation Bill) ​ Bettmann/Getty Images

Lernen von Amerikas vergessenen Zahlungsausfällen

LOS ANGELES – Einer der hartnäckigsten Mythen über die USA ist, dass die US-Bundesregierung noch immer ihre Schulden bezahlt habe. Jedes Mal, wenn das Schuldenlimit im Kongress debattiert wird, holen Politiker und Journalisten eine weit verbreitete Trope aus der Abstellkammer hervor: Die USA lassen ihre Gläubiger nicht auf ihren Forderungen sitzen.

Es gibt dabei nur ein Problem: Das stimmt nicht. Es gab eine Zeit – die inzwischen Jahrzehnte zurückliegt –, als die USA sich mehr wie eine „Bananenrepublik“ verhielten als wie eine hochentwickelte Volkswirtschaft und Schulden einseitig und rückwirkend umstrukturierten. Und während sich kaum noch jemand an diese kritische Phase der Wirtschaftsgeschichte erinnert, hält sie für die Gegenwart wertvolle Lehren parat.

Im April 1933 verkündete Präsident Franklin Roosevelt in dem Bemühen, den USA zur Flucht aus der Großen Depression zu verhelfen, Pläne, wonach die USA den Goldstandard aufgeben und den Dollar abwerten würde. Doch sollte dies nicht so einfach sein, wie FDR sich das ausgerechnet hatte. Die meisten Kreditvereinbarungen der damaligen Zeit enthielten eine „Goldklausel“, die festlegte, dass der Schuldner „in Goldmünzen“ oder einem „Goldäquivalent“ zahlen müsse. Diese Klauseln wurden nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg eingeführt, um Anleger vor einem plötzlichen steilen Anstieg der Inflation zu schützen.

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