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Afrikas Investitionslücke lässt sich schließen

PARIS – Ende 2018 fusionierten die Vereinigten Staaten bestehende Entwicklungsorganisationen zur neuen US International Development Finance Corporation (IDFC). Mit 60 Milliarden US-Dollar an Eigen- und Fremdkapital ausgestattet – mehr als doppelt so viel wie bei den Vorgängern – stellt die neue Agentur, die bis Ende dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen soll, einen wichtigen Schritt in der US-Entwicklungspolitik dar, insbesondere in Bezug auf Afrika. Sie könnte auch Ausdruck des wachsenden globalen Bewusstseins sein, dass eine große Lücke in der Investitionsfinanzierung eine existenzielle Bedrohung für die Zukunft Afrikas darstellt.

Das Potenzial des Kontinents ist unbestritten. In den letzten zwei Jahrzehnten ist Afrika in eine Phase des Strukturwandels eingetreten, die sich noch beschleunigen wird. Die fortschreitende – wenn auch ungleichmäßige – politische Stabilisierung hat es einer Reihe afrikanischer Länder ermöglicht, ihre Abhängigkeit von Rohstoffexporten zu verringern und sich zu Konsumwirtschaften zu entwickeln. McKinsey etwa prognostiziert, dass die afrikanischen Verbraucherausgaben zwischen 2015 und 2025 um 645 Milliarden Dollar steigen werden.

Dennoch bleiben massive Herausforderungen bestehen. Der IWF prognostizierte kürzlich, dass Afrika bis 2035 jährlich 20 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen muss – doppelt so viel wie heute – allein um neue Arbeitskräfte zu absorbieren. Hierfür werden enorme Investitionen notwendig sein. Aber die drei wichtigsten bestehenden nichtstaatlichen Finanzierungsquellen in Afrika sind nicht in der Lage, diesen Erfordernissen gerecht zu werden.

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    Richard N. Haass

    Forty years after the revolution that ousted the Shah, Iran’s unique political-religious system and government appears strong enough to withstand US pressure and to ride out the country's current economic difficulties. So how should the US minimize the risks to the region posed by the regime?

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