rostowski19_Jose A. Bernat BaceteGetty Images_eurocoin Jose A. Bernat Bacete/Getty Images

Erlebt Europa einen „Hamilton-Moment“ oder den „Angriff auf Fort Sumter“?

LONDON – Der deutsch-französische Vorschlag für einen 500 Milliarden Euro schweren europäischen Wiederaufbaufonds zur Bewältigung der Covid-19-Krise ist als „Hamilton-Moment“ der EU bezeichnet worden. So wie bei Alexander Hamiltons Vereinbarung von 1790 mit Thomas Jefferson über die Übertragung der Schulden der einzelnen US-Bundesstaaten aus dem Unabhängigkeitskrieg auf die neue Bundesregierung, so die Logik, würde ein solcher Fonds den Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa ebnen. Wenn es nur so einfach wäre.

Eine glaubwürdige föderale Fiskalkapazität, wie sie Hamilton für die noch jungen USA ausgehandelt hat, würde das langfristige Überleben des Euro sichern. Doch bevor Europa auch nur annähernd so etwas wie Föderalismus erreicht, muss es einen potenziellen „Fort Sumter“-Moment überleben – das heißt eine Gegenreaktion, die mit dem Angriff der Konföderierten 1861 auf eine Unionsgarnison in der Nähe von Charleston, South Carolina, vergleichbar ist.

Der Angriff auf Fort Sumter gilt als Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges. Kann die EU es besser machen?

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