Wessen Corporate Social Responsibility?

NEW YORK – Unternehmen geraten zunehmend unter Druck, häufig von aktivistischen Nichtregierungsorganisationen, bestimmten Verpflichtungen im Rahmen der „sozialen Verantwortung von Unternehmen“ (Corporate Social Responsibility − CSR) nachzukommen. Die Tatsache, dass CSR gefordert − und gelegentlich übernommen − wird, gewährleistet jedoch weder Klarheit über die ihr zugrunde liegenden Prinzipien, noch über die Art und Weise, wie sie ausgeübt werden sollte.

CSR kann in zwei Kategorien unterteilt werden: Was Unternehmen tun sollten (sagen wir, zu einer NRO beitragen, die sich für Frauenrechte einsetzt oder eine Dorfschule bauen) und was sie nicht tun sollten (sagen wir, Flüsse mit Quecksilber verunreinigen oder umweltgefährdende Stoffe in Deponien vergraben). Letzteres ist absolut gängig und unterliegt Verordnungen (und in letzter Zeit Fragen, wie Unternehmen sich verhalten sollten, wenn es im Aufnahmeland keine Vorschriften gibt).

Aber sind CSR-Verpflichtungen wirklich eine gute Methode? Milton Friedman und andere Kritiker haben häufig die Frage gestellt, ob es Aufgabe der Unternehmen ist unternehmerischen Altruismus zu üben. Vor der Entstehung von Konzernen existierten hauptsächlich Familienunternehmen wie etwa die Rothschilds. Wenn diese Geld verdienten, flossen die Einnahmen im Wesentlichen der Familie selbst zu. Altruismus, sofern vorhanden, ging ebenfalls von der Familie aus, die entschied wie und für was sie ihr Geld ausgab. Dabei gehörte nicht zur Sache, ob die Firma oder ihre Anteilseigner und andere Teilhaber das Geld ausgaben.

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