Die syrische Nichtlösungs-Lösung

BERLIN – Der russisch-amerikanische Plan, die syrischen Chemiewaffen zu zerstören – der nun Teil der Resolution 2118 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen ist – könnte einen konstruktiveren Ansatz für die Beendigung des Bürgerkriegs im Land aufzeigen, da der Sicherheitsrat auch fordert, dass die lang geplante zweite Genfer Konferenz über Syrien so bald wie möglich stattfindet. Und das ist richtig so: Die Zerstörung der syrischen Chemiewaffenvorräte und der politische Prozess zur Beendigung des Krieges müssen Hand in Hand gehen.

Aus praktischen Sicht können Maßnahmen zur Suche, Sicherstellung und schließlich Zerstörung dieser enormen Vorräte chemischer Kampfstoffe nicht ohne einen dauerhaften Waffenstillstand implementiert werden. Aber auch aus anderen Gründen ist es nötig, die beiden Vorgänge zu synchronisieren.

Abgesehen vom menschlichen Leid durch den anhaltenden syrischen Krieg sollten wir uns der Möglichkeit schlimmer regionaler Folgen bewusst sein. Manche warnen vor einer „Libanisierung“ Syriens – die Teilung des Landes in rivalisierende Machtbereiche und quasi unabhängige Regionen. Aber die Fragmentierung Syriens ist nicht das einzige plausible Szenario.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To continue reading, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you are agreeing to our Terms and Conditions.

Log in

http://prosyn.org/Ql2qzy6/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.