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Zur Verteidigung des Weltbürgertums

LONDON – Das Weltbürger- oder Kosmopolitentum bekommt viel schlechte Presse: „Kosmopoliten“ werden häufig mit „Eliten“ in Verbindung gebracht – kosmopolitischen Eliten, die morgens Cappuccino und abends Pinot Noir trinken, zu Orten wie Davos jetten und zu den Gewinnern der Digitalen Revolution gehören.

Früher ging der Widerstand gegen das Weltbürgertum mit dem Antisemitismus Hand in Hand. Heute sind die Kosmopoliten laut der britischen Premierministerin Theresa May „Bürger von Nirgendwo“: eine Kontrastfigur zu den edlen Bürgern des Irgendwo, die fest in den Gemeinschaften verwurzelt seien – den Gemeinschaften, die angeblich unter dem Beschuss einer Globalisierung stehen, die von herzlosen Weltbürgern voran getrieben wird.

Bei diesem Narrativ gibt es nur ein Problem: Es führt massiv in die Irre. Und aus politischen Gründen ist es wichtig, dieses Missverständnis zu untersuchen.

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