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krueger18_ChipSomodevillaGettyImages_trumpfarmerspressconference Chip Somodevilla/Getty Images

Trumps Krieg gegen objektive Belege

WASHINGTON, DC – Das Treffen von Entscheidungen auf der Grundlage von objektiven Belegen statt von Aberglauben war eine treibende Kraft der Industriellen Revolution, und das Sammeln von Statistiken hat sich entsprechend zu einem der Kennzeichen der modernen Zeit entwickelt. Im 21. Jahrhundert stellen Unternehmen und Regierungen gleichermaßen fest, dass Daten wertvoller sind denn je.

Es gibt Fälle, in denen Daten vom privaten Sektor erhoben werden sollten und das tatsächlich auch werden. Doch angesichts ihrer breiten Anwendbarkeit sind viele Datensätze öffentliche Güter und sollten daher von den Regierungen erhoben werden. Einer der Faktoren, die der wirtschaftlichen Dominanz Amerikas zugrundeliegen, ist, dass die US-Regierung seit Langem Statistiken erhebt, die allgemein als vertrauenswürdig und unparteilich gelten. Diese Daten haben eine unverzichtbare Rolle dabei gespielt, Innovationen in der Technologie, der Medizin, der Sozialpolitik und vielen anderen Bereichen anzutreiben.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump jedoch scheint zu glauben, dass Fachleute und objektive Belege irrelevant sind. Zum Beispiel hat sie dem US Census Bureau benötigte Gelder genau zu einem Zeitpunkt entzogen, an dem die Behörde dabei ist, den von der US-Verfassung vorgeschriebenen 10-Jahres-Zensus durchzuführen. Das USCensus Bureau ist eine international anerkannte Einrichtung und profitiert in den Jahren vor dem Zensus normalerweise von einer deutlichen Mittelerhöhung (gefolgt von einer Verringerung in den Jahren unmittelbar danach). Doch unter Trump blieb das Budget der Behörde relativ unverändert, sodass ihr nun die Mittel fehlen, um neue Fragen oder verschiedene Techniken zur Kosteneinsparung zu testen.

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