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Was bei der TPP fehlt

WASHINGTON, DC – Auf der Suche nach Möglichkeiten, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen, versucht die Regierung von US-Präsident Obama, das als Transpazifische Partnerschaft (TPP) bekannte überregionale Freihandelsabkommen voranzutreiben. Aber packen die USA die Sache richtig an?

Der Umfang der TPP war zunächst relativ bescheiden und umfasste die USA sowie eine Reihe ihrer Handelspartner (Australien, Brunei Darussalam, Chile, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam). Aber jetzt ist Japan mit dabei, Südkorea verfolgt die Entwicklung genau, und es besteht die Möglichkeit, dass in absehbarer Zukunft innerhalb dieses oder eines ähnlichen Rahmens Gespräche mit China aufgenommen werden.

Der typische Ansatz dabei, ein auf den Abbau von Handelsbarrieren zielendes Abkommen zum Abschluss zu bringen – und dabei gleichzeitig zu versuchen, Arbeits- und Umweltstandards zu schützen –, besteht darin, von den Verhandlungspartnern weniger und nicht mehr zu verlangen. Aber bei der TPP sieht die Sache derzeit anders aus: Die Erfolgsaussichten wären viel größer, wenn die USA die zusätzliche Bedingung stellen würde, dass die beteiligten Länder von Währungsmanipulationen absehen.

Einer der wesentlichen Mängel des globalen Handelssystems in den letzten Jahrzehnten war das Fehlen einer effektiven Bremse für Länder, die stark intervenieren, um die Unterbewertung ihrer Währungen aufrechtzuerhalten. Eine deutlich unterbewertete Währung impliziert einen potenziell großen Handelsüberschuss