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Die Doha-Runde muss fortgesetzt werden

Die im Juli ausgesetzten Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WHO) in der Doha-Runde sind eine herbe Enttäuschung. Während in offiziellen Verlautbarungen an der Runde festgehalten wird, ist es praktisch zu einer Kapitulation vor defensiven Lobbys gekommen, die sich an den Status Quo klammern.

Der Status Quo ist aber inakzeptabel. In der Landwirtschaft schützt er die reichen Landwirte der Welt, indem er den armen Möglichkeiten versagt, was den Steuerzahler und die Konsumenten 280 Milliarden Dollar pro Jahr kostet. Im Produktionsbereich hindert er arme Länder daran, in der Wertschöpfungskette aufzusteigen, da die Zölle auf ihre Exporte mit dem Grad der Verarbeitung steigen.

Zudem sind die Barrieren zwischen den Entwicklungsländern besonders hoch, was ein rasches Handelswachstum der Ländern untereinander erschwert. Im Bereich der Dienstleistungen stehen die Handelsschranken einer besseren Qualität und Effizienz im Wege und verlangsamen so das Wachstum eines Sektors, der einen riesigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Beschäftigung leisten könnte.

Den Abschluss der Verhandlungen der Doha-Runde aufzuschieben birgt Kosten und Risiken für die gesamte Weltwirtschaft, für reiche Länder wie für arme.