Der Krieg gegen den Terror nach dem Irak

Die beeindruckenden militärischen Siege in Afghanistan und im Irak können uns dazu verleiten, den Krieg gegen den Terror falsch einzuschätzen. Wenn es nur um Schurkenstaaten ginge, wären wir vielleicht versucht, zu denken, es seien gewisse Fortschritte zu verzeichnen. Aber der technische Fortschritt gibt subversiven Gruppierungen und Individuen ein Zerstörungspotential an die Hand, das einst hauptsächlich auf Regierungen und Armeen beschränkt war.

Selbst wenn es unmöglich sein sollte, den Terrorismus vollständig zu besiegen, wird sich schon allein die Reduzierung der Häufigkeit und Schlagkraft terroristischer Angriffe positiv auf unsere Gesellschaften auswirken. Die Welt braucht eine komplexe Strategie, damit Angriffe auf Zivilisten als Mittel der Konfliktlösung international geächtet werden, Staaten davon abgebracht werden, Terroristen Ressourcen zur Verfügung zu stellen und ihnen Unterschlupf zu gewähren, Angriffe auf Ziele in unseren Ländern erschwert werden, Terroristen der Zugang zu Massenvernichtungsmitteln erschwert wird und keine Anreize mehr bestehen, zu terroristischen Mitteln zu greifen.

Militärische Maßnahmen berücksichtigen vielleicht den größten Teil des Problems nicht, aber sie sind manchmal unumgänglich. Al Qaeda ihrer Zufluchtsstätte in Afghanistan zu berauben, war zwar nicht ausreichend, aber notwendig. Die Anzahl der Staaten, die Terroristen unterstützen, ist in den letzten zehn Jahren zurückgegangen. Diplomatie kann diese Zahl noch weiter verringern, wenn ihr durch die Androhung militärischer Aktionen Nachdruck verliehen wird. Einige Länder, deren Staatswesen versagt hat, sind so chaotisch organisiert, das sie nicht davon abgebracht werden können, Terroristen zu unterstützen. In solchen Fällen kann militärische Hilfe wichtig sein, in anderen ist vielleicht militärische Intervention notwendig.

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