USA - China: Dialog der Gehörlosen

NEW YORK – Der am 19. Januar beginnende Besuch des chinesischen Präsidenten Hu Jintao in den USA erfolgt zu einer Zeit, da sich der Wirtschaftskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China zu einer der besorgniserregendsten globalen Entwicklungen herausbildet. Das ganze letzte Jahr über drängten die USA China zu einer Aufwertung des Renminbi, während China der quantitativen Lockerung in den USA die Schuld an den Turbulenzen auf den Devisenmärkten gibt. Die beiden Seiten reden aneinander vorbei, obwohl beide auch stichhaltige Argumente vorbringen.

Die globalen Ungleichgewichte, die dem Crash von 2008 zugrunde lagen, wurden nicht ausgeräumt – vielmehr haben sich manche noch vertieft. Die USA konsumieren noch immer mehr als sie produzieren und weisen ein chronisches Handelsbilanzdefizit auf. Der Verbrauch ist mit fast 70 Prozent des BIP zu hoch, während er in China auf einem untragbar niedrigem Wert von 35,6 Prozent des BIP liegt. Die US-Haushalte sind überschuldet und müssen mehr sparen.   

Die amerikanische Wirtschaft benötigt eine höhere Produktivität, aber die US-Konzerne, die sehr profitabel arbeiten, häufen das Geld an, anstatt es zu investieren. Die quantitative Lockerung soll der Bedrohung einer Deflation entgegensteuern.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To access our archive, please log in or register now and read two articles from our archive every month for free. For unlimited access to our archive, as well as to the unrivaled analysis of PS On Point, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/fIG9U8b/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.