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Die Begründung für Israels Sicherheitszaun ist leider rechtlich stichhaltig

Der Internationale Gerichtshof hat seine Anhörung zur Rechtmäßigkeit der Absperrung, die Israel im besetzten Westjordanland baut, abgeschlossen. Es handelt sich dabei um eine isolierte Frage inmitten vieler umfassenderer Probleme, die im Rahmen eines noch auszuhandelnden Friedensvertrags zu lösen wären.

Wer hat das Recht auf welches Land? Haben palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen ein Recht darauf, in das heutige Israel zurückzukehren? Haben Juden ein Recht darauf, im Westjordanland zu siedlen?

Grundlegende Fragen von Gerechtigkeit - wie etwa das Recht beider Seiten, ein menschenwürdiges und sicheres Leben zu führen - sind selbstverständlich in jedem Friedensvertrag von Bedeutung. Zwischen den meisten von ihnen jedoch bestehen Wechselbeziehungen, und es ist unwahrscheinlich, dass der Internationale Gerichtshof sie lösen kann, wenn sie zu technischen Argumenten darüber verkürzt werden, wo ein Schutzwall verlaufen darf und wo nicht.

Trotzdem muss das Problem, da es nun dem Gericht vorgelegt wurde, diskutiert werden. Obwohl die Welt mit einer negativen Entscheidung rechnet, kann Israel seine Auffassung tatsächlich auf rechtlich stichhaltige Weise begründen.