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Simbabwe: der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt?

Die Solidarität der afrikanischen Führer, die Robert Mugabes brutales Regime in Simbabwe so lange getragen hat, ist möglicherweise am Rande des Zusammenbrechens. Mugabes Entscheidung, Simbabwes einzige unabhängige Zeitung, The Daily News , zu schließen, könnte sich als entscheidender Faktor dabei erweisen, die Unterstützung, die er in der Region noch immer genießt, abzuschwächen.

Vor drei Jahren schlingerte ein mit Sprengstoff voll beladener Lkw in das Gebäude, in dem die Zeitung ihren Sitz hat. Ihre Druckerpresse wurde vernichtet. Dank der Unterstützung ausländischer Spender gelang es The Daily News , eine neue Presse zu erwerben und auch weiterhin eine hervorragende Zeitung herauszubringen.

Trotz der seither unternommenen Versuche von Regierungsseite, die Zeitung stillzulegen - durch Festnahmen und sogar Folter einiger ihrer Mitarbeiter sowie Manipulationen an der Auflage und der Zufuhr von Zeitungspapier - hielt The Daily News an ihrem Motto fest, die ,,Dinge beim Namen zu nennen". Als Simbabwe ins Chaos stürzte und Mugabe seine Repressionen steigerte, fiel die Auflage, die einst etwa 100.000 Exemplare pro Tag betragen hatte, um rund ein Drittel.

Im letzten Monat führte Mugabes Bereitschaftspolizei, bewaffnet mit AK-47 Sturmgewehren, eine Razzia bei der Zeitung durch, bei der die Produktion gestoppt und ein Großteil der Geräte gestohlen wurde - nicht allerdings die neue Druckerpresse, die zu schwer war, um sie abzutransportieren.