Gefahr Arbeitslosigkeit

NEW YORK – Aus aktuellen Daten geht hervor, dass sich die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten und anderen Industrieländern nicht verbessern. In den USA wird die gegenwärtig bei 9,5 Prozent liegende Arbeitslosenrate bis zum Herbst wohl auf über 10 Prozent ansteigen. Irgendwann im Jahr 2010 sollte der Höhepunkt mit einer Arbeitslosenrate von 11 Prozent erreicht sein und dann lange Zeit bei über 10 Prozent bleiben. Auch in den meisten anderen Industrieländern wird man einen Spitzenwert von über 10 Prozent erreichen.

Allerdings stellt dieses Zahlenmaterial zu den Jobverlusten – so schlimm sie auch sind – die Schwäche des weltweiten Arbeitsmarktes noch   untertrieben dar. Berücksichtigt man beispielsweise auch Teilzeitbeschäftigte und Arbeitnehmer, die aufgrund von Aussichtslosigkeit bei der Jobsuche aus dem US-Arbeitsprozess ausgeschieden sind, liegt die Arbeitslosenrate bereits bei 16,5 Prozent.  In den meisten Ländern haben geld- und konjunkturpolitische Maßnahmen wenig bewirkt, um die Arbeitsplatzverluste einzubremsen. Infolge dieser Entwicklung fiel auch das Gesamtarbeitseinkommen – das Produkt aus Jobs mal geleistete Arbeitsstunden mal durchschnittlicher Stundenlohn - dramatisch.

Um die Last der Rezession aufzuteilen und die Zahl der Entlassungen einzudämmen, bitten viele Arbeitgeber ihre Mitarbeiter auch, Lohn- und Stundenkürzungen hinzunehmen,. So ersuchte British Airways beispielsweise seine Mitarbeiter um einen einmonatigen Lohnverzicht. Die gesamten Auswirkungen der Rezession auf Arbeitseinkommen sowie Lohn- und Stundenkürzungen sind also noch viel drastischer.

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