Das Menschenrechtsimperium

NEW YORK – Warum ankern vor der burmesischen Küste französische, britische und amerikanische, aber keine chinesischen und malaysischen Kriegsschiffe mit Nahrungsmitteln und anderen Versorgungsgütern für die Oper des Zyklons Nargis? Warum hat die Vereinigung südostasiatischer Nationen (ASEAN) so langsam und halbherzig auf eine Naturkatastrophe reagiert, die eines ihrer Mitgliedsländer heimsuchte?

Die französische Staatssekretärin für Menschenrechte Rama Yade erklärte, dass der UNO-Grundsatz von der „Verantwortung zum Schutz“ in Burma wenn nötig mit Gewalt angewandt werden sollte. Und der malaysische Oppositionsführer Lim Kit Siang meinte, dass die Untätigkeit der asiatischen Länder „ein trostloses Bild auf alle Führungen und Regierungen der ASEAN wirft. Sie könnten sicherlich mehr tun.”

Haben also Europäer und Amerikaner einfach mehr Mitgefühl als Asiaten?

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