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Ein neuer Naher Osten entsteht

Eines wird man Gorge W. Bush nicht bestreiten können; Es ist ihm gelungen, den Nahen Osten gründlich zu destabilisieren. Allerdings sind die Ergebnisse andere als von Washington erhofft. Ein demokratischer, pro-westlicher  Naher Osten ist nicht in Sicht.

Die Dinge laufen anders, als  von den amerikanischen Neokonservativen beabsichtigt, aber sie laufen. Das ist sowohl die gute als auch die schlechte Nachricht. Welche Option sich am Ende durchsetzt, wird ganz entscheidend vom nächsten europäischen Präsidenten abhängen.

Der historische Fehler des Irakkrieges, das absehbare Ende des laizistisch-arabischen Nationalismus und explodierende Öl- und Gaspreise sind die Hauptursachen für eine tief greifende Veränderung dieser Krisenregion. Zwischen Damaskus und Dubai, Tel Aviv und Teheran entsteht gegenwärtig ein neuer Naher Osten.

Der alte Nahe Osten übernahm im Wesentlichen die Grenzen und die Staaten, wie sie durch die europäischen Kolonialmächte nach dem Ende des osmanischen Reiches ab 1918 geschaffen worden waren.