Warum Konjunkturpakete sinnvoll sind

CAMBRIDGE – Regierungen auf der ganzen Welt schnüren derzeit massive Konjunkturpakete,  die für Friedenszeiten beispiellose Haushaltsdefizite mit sich bringen werden. Das Defizit der Vereinigten Staaten wird in diesem Jahr wahrscheinlich 10 Prozent des BIP überschreiten. Ein Gutteil dieses höheren Defizits ist auf eine Reihe neuer Staatsausgaben zurückzuführen.

Unter normalen Umständen wäre ich gegen höhere öffentliche Ausgaben und einen Anstieg des Haushaltsdefizits. Befindet sich eine Volkswirtschaft näher an der Vollbeschäftigung, kann staatliche Kreditaufnahme zur Finanzierung von Haushaltsdefiziten private Investitionen verdrängen, die die Produktivität  und den Lebensstandard anheben würden. Haushaltsdefizite erhöhen automatisch die Staatsschulden, wodurch in Zukunft höhere Steuern nötig sind, um die Zinsen für diese Schulden zu begleichen. Die sich daraus ergebenden höheren Steuersätze verzerren wirtschaftliche Anreize und schwächen daher die zukünftige Wirtschaftsleistung.  

Selbstverständlich ist ein gewisses Maß an staatlichen Ausgaben wünschenswert oder notwendig. Aber eine Steigerung dieser Ausgaben kommt oftmals einer Verschwendung gleich, die weniger Wert erzeugt als die Verbraucher andernfalls für ihr Geld bekommen würden.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To read this article from our archive, please log in or register now. After entering your email, you'll have access to two free articles every month. For unlimited access to Project Syndicate, subscribe now.

required

By proceeding, you are agreeing to our Terms and Conditions.

Log in

http://prosyn.org/h79hPy0/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.