Family in Syria. Alessandra Kocman/Flickr

Die Welt muss sich in Syrien engagieren

ABU DHABI – Im Mittleren Osten wütet derzeit eine globale Sicherheitskrise von historischen Ausmaßen, die sich täglich ausweitet, da Millionen von Flüchtlingen Syrien und dem Irak den Rücken kehren. Die Krise beeinträchtigt nicht nur alle unmittelbaren Nachbarn Syriens, überfordert ihre Ressourcen und verschärft die gesellschaftlichen und ethnischen Spannungen; sie betrifft inzwischen auch alle aktuellen ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates mit Ausnahme Chinas. Es ist Zeit für alle potenziellen ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates – nämlich Deutschland, Indien, Japan, Brasilien und Ägypten –, sich einzuschalten.

Der Wunsch nach einer politischen Einigung, die den syrischen Bürgerkrieg beenden könnte, ist mit Händen zu greifen; wie diese Einigung freilich aussehen könnte, darüber lässt sich weiter streiten – oder Krieg führen. Tatsächlich umkreisen sich Russland und die USA wie zwei Boxer vor dem tatsächlichen Start ihres Wettkampfs. Beide unterstützen unterschiedliche Gruppierungen und versuchen dafür zu sorgen, dass ihre Verbündeten in diesem Vielparteienkonflikt Boden gutmachen oder zumindest ihre Positionen halten.

Die Notwendigkeit einer breit angelegten Zusammenarbeit – und der Unterstützung durch den gesamten UN-Sicherheitsrat – ist offensichtlich. Darum führt US-Außenminister John Kerry derzeit Gespräche mit Russen, Saudis und Türken, um deren Unterstützung für eine neue Runde internationaler Gespräche zu erhalten. Und der Sondergesandte der UN und der Arabischen Liga für Syrien, Staffan de Mistura, hat eine Reihe von den Europäern geleiteter Arbeitsgruppen eingerichtet, um „einen Rahmen für konkrete Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition Syriens herbeizuführen“.

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