chellaney153_Pradeep DambarageNurPhoto via Getty Images_sri lanka Pradeep Dambarage/NurPhoto via Getty Images

Der Fall des Hauses Rajapaksa

NEU DELHI – Fast zwei Jahrzehnte lang haben die vier Rajapaksa-Brüder und ihre Söhne Sri Lanka wie ein Familienunternehmen geführt – und zwar ein zügelloses. Mit ihren großen Bauprojekten und ihrer verschwenderischen Art haben sie Sri Lanka untragbare Schulden aufgebürdet und das Land in die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Unabhängigkeit getrieben. Jetzt ist die Dynastie gestürzt.

Mahinda Rajapaksa war maßgeblich an der Gründung der Rajapaksa-Dynastie beteiligt. Nachdem er 2005 Präsident geworden war, regierte er ein Jahrzehnt lang mit eiserner Faust, griff die bürgerlichen Freiheiten an, erweiterte die Befugnisse des Präsidenten (einschließlich der Abschaffung von Amtszeitbeschränkungen) und schloss einen schlechten Deal nach dem anderen mit China ab. Während dieses Prozesses hielt er seine Familie eng zusammen, wobei sein jüngerer Bruder Gotabaya das Verteidigungsressort innehatte.

Doch 2015 verlor Mahinda die Präsidentschaftswahlen knapp, und die Rajapaksas wurden kurzzeitig von der Macht vertrieben. In dieser Zeit stellte das Parlament die Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten wieder her, was eine weitere Präsidentschaft Mahindas ausschloss. Doch die Familie ersann schnell einen Plan zur Wiederherstellung ihrer Dynastie: Gotabaya sollte seine US-Staatsbürgerschaft aufgeben und für das Präsidentenamt kandidieren.

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