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Die Zukunft liegt bei den zentralen Regulierungsbehörden auf dem Finanzmarkt

Warum haben einige Länder beschlossen, eine zentrale nationale Regulierungsbehörde für die Finanzdienstleistungen einzurichten?
Es gibt hierfür hauptsächlich vier Gründe:

Zunächst macht die Marktentwicklung - also die zunehmende Anzahl von Finanzkonzernen und das Verwischen der Grenzen zwischen den einzelnen Finanzprodukten - branchenspezifische Regulierung immer unzuverlässiger. In den meisten Ländern erlebt die Finanzdienstleistungsindustrie branchenübergreifende Fusionen und Übernahmen, und aufgrund der Expansion von Finanzdienstleistern durch internes Wachstum entstehen neue Unternehmenssektoren.

Tatsächlich gibt es immer mehr Konzerne, die Dienstleistungen in den Bereichen der Bankgeschäfte, der Versicherungen und des Wertpapier- und Investmentfondmanagements anbieten. Zudem entstehen immer komplexere Produkte, die es den Firmen erlauben, Risiken zu entbündeln, neu zusammenzustellen und so mit ihnen zu handeln, dass die Grenzen zwischen bisher unterschiedlichen Sektoren zunehmend verwischt werden.

Großbritannien ist nicht das erste Land, dass sich für eine zentrale Regulierungsbehörde aussprach, die diese Konzerne als Gruppe überwacht und das branchenübergreifende Wesen ihrer Geschäfte versteht. Norwegen, Dänemark und Schweden haben auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet, viele andere sind gefolgt oder haben zu verstehen gegeben, dass sie folgen wollen.