Absichern synthetischer Wertpapiere

NEW YORK – Wir können sicher sein, dass Goldman Sachs den Zivilprozess, den die Börsenaufsichtsbehörde der Vereinigten Staaten (Security and Exchange Commission, SEC) gegen die Bank angestrengt hat, vehement anfechten wird. Doch unabhängig vom letztendlichen Ausgang hat der Fall weitreichende Auswirkungen auf die Gesetzgebung zur Finanzreform, über die der US-Kongress derzeit berät.

Ob Goldman schuldig ist oder nicht – die fragliche Transaktion hatte eindeutig keinen gesellschaftlichen Vorteil. Es ging dabei um ein komplexes synthetisches Wertpapier, das als Derivat von existierenden hypothekenbesicherten Wertpapieren erstellt wurde, indem diese geklont und zu imaginären Einheiten zusammengefasst wurden, die die Originale nachahmten. Diese synthetische Collateralized Debt Obligation (CDO) finanzierte weder den Besitz zusätzlicher Häuser und Wohnungen noch führte sie zu einer effizienteren Verteilung von Kapital; sie blähte lediglich das Volumen der hypothekenbesicherten Wertpapiere auf, die an Wert verloren, als die Immobilienblase platzte. Der Hauptzweck der Transaktion bestand darin, Gebühren und Provisionen zu erzeugen.

Der Fall macht deutlich, wie Derivate und synthetische Wertpapiere eingesetzt wurden, um aus dem Nichts imaginäre Werte zu schaffen. Tatsächlich wurden mehr CDOs mit AAA-Rating emittiert, als zugrundeliegende AAA-Vermögenswerte vorhanden waren.

To continue reading, please log in or enter your email address.

To access our archive, please log in or register now and read two articles from our archive every month for free. For unlimited access to our archive, as well as to the unrivaled analysis of PS On Point, subscribe now.

required

By proceeding, you agree to our Terms of Service and Privacy Policy, which describes the personal data we collect and how we use it.

Log in

http://prosyn.org/ItWfUwV/de;

Cookies and Privacy

We use cookies to improve your experience on our website. To find out more, read our updated cookie policy and privacy policy.