Schonung der Ressourcen zur Sicherung des Wachstums

NEW YORK – Die große Frage unserer Zeit ist, wie man das globale Wirtschaftswachstum, vor allem in den Entwicklungsländern, mit den sich verschärfenden Engpässen in den Bereichen Energie, Nahrung, Boden und Wasser in Einklang bringen kann. Die Rohstoffpreise steigen weltweit rapide an. Nicht nur schlagzeilenträchtige Güter wie Nahrung und Energie werden teurer, sondern auch Metalle, Ackerland, Trinkwasser und andere für das Wirtschaftswachstum bedeutende Faktoren, weil die gesteigerte Nachfrage auf ein begrenztes globales Angebot trifft. Das weltweite Wirtschaftswachstum verlangsamt sich bereits unter der Last eines Ölpreises von 135 Dollar pro Fass und Getreidepreisen, die sich im letzten Jahr verdoppelt haben.

Um den weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt aufrechtzuerhalten, bedarf es einer neuen globalen Wachstumsstrategie. Der Kernpunkt ist, dass die Weltwirtschaft derzeit so groß ist, dass sie an bisher ungekannte Grenzen stößt. Auf der Welt leben 6,7 Milliarden Menschen und die Zahl steigt jährlich um etwa 75 Millionen an, wobei die größten Wachstumsraten in den ärmsten Ländern verzeichnet werden. Die jährliche Produktionsleistung pro Person, bereinigt um unterschiedliche Preisniveaus in verschiedenen Teilen der Welt, liegt im Schnitt bei 10.000 Dollar, woraus sich eine Gesamtproduktionsleistung von ungefähr 67 Billionen Dollar ergibt.   

Natürlich besteht eine enorme Kluft zwischen reichen Ländern, wo dieser Wert bei etwa 40.000 Dollar jährlich liegt, und den ärmsten, wo die Produktionsleistung 1.000 Dollar pro Person oder weniger beträgt. Aber viele arme Länder, allen voran China und Indien, haben in den letzten Jahren durch die Nutzung von Spitzentechnologien ein außerordentliches Wirtschaftswachstum erzielt. Aus diesem Grund ist die Weltwirtschaft in den letzten Jahren um ungefähr 5 % jährlich gewachsen. Bei diesem Tempo würde sich die Weltwirtschaft in 14 Jahren verdoppeln.   

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