2

Romney gegen Obama

CAMBRIDGE – Obwohl die Vorwahlen für den Präsidentschaftswahlkampf in den USA noch nicht abgeschlossen sind, wird Mitt Romney wohl fast sicher als Kandidat der Republikaner im November den demokratischen Präsidenten Barack Obama herausfordern.

Als Gouverneur von  Massachusetts baute sich Romney einen Ruf als kompetenter und moderater Konservativer auf. Dieses politische Profil kam auch bei der Wählerschaft des Bundesstaates gut an. Allerdings werden die Vorwahlen der Republikaner vom äußersten rechten Flügel der Partei beherrscht, weswegen sich Romney angestrengt bemüht hat, sein „moderates“ Image abzulegen, indem er konservative Positionen in den Vordergrund rückte. Als voraussichtlicher Präsidentschaftskandidat muss er sich nun wieder in Richtung politischer Mitte bewegen, wo die meisten Wählerstimmen zu holen sind.

Welcher ist nun aber der wahre Mitt Romney? Und wie können die Wähler die beiden Kandidaten beurteilen?

Obama kann auf eine Erfolgsbilanz zurückblicken, wenngleich er auch viele Wähler enttäuscht hat, die ihm 2008 ihre Stimme gaben. Natürlich argumentieren seine Anhänger, dass er mit zwei laufenden Kriegen und der schlimmsten Rezession seit den 1930er Jahren zurechtkommen musste. Überdies blockiert ein von den Republikanern kontrolliertes und ihm feindlich gesinntes Repräsentantenhaus seit den Midterm-Wahlen 2010 seine Initiativen.