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Wunschdenken oder Realismus? – Die Alternativen der USA im Irak

Der Berg in Washington hat gekreist und weniger als eine Maus geboren. Es bleibt bei einem schlichten „Weiter so!“ der US-Politik im Irak. Diese Politik hat die USA im Irak in eine Falle hinein geführt, die der größten und wichtigsten Macht der Gegenwart nur noch „loose-loose“ Optionen eröffnen.

Die USA müssten sich, folgten sie ihren Interessen, eigentlich so schnell es geht aus dem Irak zurückziehen, da der Krieg nicht mehr zu gewinnen ist, die westliche Führungsmacht schwächt und die Feinde des Westens stärkt. Sie können dies aber nicht tun, ohne die gesamte Region endgültig ins Chaos zu stürzen.

Die USA wollten einen demokratischen Irak schaffen. Stattdessen droht das Land nach ihrem Abzug zu zerfallen und damit eine Balkanisierung des Nahen Ostens mit kaum zu überschätzenden gefährlichen Folgen für die gesamte Region.

Die USA wollten mit dem Krieg im Irak eine demokratische Transformation der Region einleiten. Stattdessen haben sie dem Iran zu einer hegemonialen Dominanz verholfen, zu der dieses Land aus eigener Kraft kaum jemals in der Lage gewesen wäre. Statt demokratischer Transformation droht dem Nahen und Mittleren Osten nach dem Abzug der USA aus dem Irak ein Kampf aller gegen alle um die Hegemonie in dieser Region.