aslund70_ARUN SANKARAFP via Getty Images_indiarussiaoil Arun Sankar/AFP via Getty Images

Wie man Freunde gewinnt und Russlands Kriegsmaschinerie lahmlegt

STOCKHOLM – Die vom Westen gegen Russland aufgrund seiner Aggression gegen die Ukraine verhängten Sanktionen werden immer strikter. Das größte ungelöste Problem besteht darin, wie Russlands Öleinnahmen gesenkt werden könnten, die inzwischen wohl für mehr als die Hälfte seiner Exporteinnahmen verantwortlich sind. Die beste Methode ist eine Preisobergrenze für Öl, die auch bereits umgesetzt wird - allerdings nicht von den westlichen Ländern.

Die ursprüngliche Idee war ein Importstopp für russisches Öl durch den Westen. Da jedoch ungefähr 11 Prozent der weltweiten Ölproduktion auf Russland entfallen, führten die Versuche des Westens, die Ölimporte aus Russland zu reduzieren, zu einem drastischen Preisanstieg auf dem Weltmarkt, der es Russland ermöglichte, mehr an seinen Ölexporten zu verdienen, obwohl kleinere Mengen geliefert wurden.

Einige Länder, allen voran Indien, China und die Türkei, haben ihre Öleinfuhren aus Russland erhöht. Doch damit haben sie Russland nicht großartig geholfen, da sie dieses Öl nämlich mit einem großen Rabatt kaufen. Anfang 2022 wurde die russische Rohöl-Sorte Urals im Vergleich zur europäischen Standardsorte Brent mit einem geringfügigen Abschlag von 1-2 Dollar pro Fass gehandelt. Seit April schwankt dieser Abschlag jedoch zwischen 31 und 36 Dollar pro Fass. Am 3. August betrug der Preis für Urals-Rohöl 76 Dollar pro Fass.

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